Faszien sind Gewebe, die den ganzen Körper umhüllen und dafür sorgen, dass alle Teile des Körpers zu einem Ganzen zusammengefügt sind und bleiben. Faszien schützen den Körper, wirken wie ein Stoßdämpfer bei jeder Bewegung. und sorgen wie ein Schmierfilm für ein reibungsloses Gleiten der einzelnen Körperstrukturen. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei den chemischen Vorgängen im Körper (= dem Stoffwechsel), beim Blutkreislauf, bei der Kommunikation der Körperzellen untereinander und bei der Abwehr des Körpers gegen Krankheitserreger und Infektionen.

Damit wird deutlich, dass ein gestörtes Fasziensystem sich nicht nur auf den Bewegungsapparat, sondern auch auf die Funktionsweise des zentralen und vegetativen Nervensystems, des Hormonsystems und des Immunsystems ungünstig auswirkt. Gestörte Faszien wirken wie Sand zwischen zwei Glasscheiben – sie schränken die Funktion der Muskeln und Organe empfindlich ein. Durch eingeschränkte Beweglichkeit wird der natürliche Fluss im Körper behindert, das Gewebe weniger durchblutet, unzureichend ernährt und der Stoffwechsel lokal gestört.

Die von mir erlernten Behandlungsmöglichkeiten von Faszien wie Myofascial Release, osteopathische Faszientherapie und das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos zielen alle darauf ab, verklebte Strukturen zu lösen, die fasziale Spannung zu reduzieren und die Elastizität des Gewebes zu verbessern.