Eine gesunde Muskulatur spannt sich an und entspannt sich wieder. Triggerpunkte sind "verkrampfte" Bereiche in der Muskulatur, vergleichbar mit einem kleinen Dauerkrampf. Die Triggerpunktbereiche (oft nur wenige Millimeter groß) können nicht mehr an der normalen An- und Entspannung der Muskulatur teilhaben, auf Dauer führt dies zu einer Schwächung und Verkürzung der entsprechenden Muskeln.

 

Triggerpunkte können auf Druck mit einem Schmerz reagieren, der bis in weit entfernte Körperregionen ausstrahlt. Auch bei Bewegung (Dehnungsreizen) der entsprechenden Muskeln können Triggerpunkte Schmerzen in Muskeln, Gelenken, Sehnen und Sehnenscheiden verursachen.

 

Triggerpunkte entstehen u. a. durch

 

Die Triggerpunkttherapie deckt ein umfangreiches Anwendungsgebiet ab. Im folgenden sind einige Symptome genannt, bei denen eine Triggerpunktbehandlung angebracht sein kann:

·         Schmerzen im Kopf-, Nacken-, Schulterbereich

·         Schmerzen in der Hand und im Ellenbogen (z.B. Tennisellenbogen, Sehnenscheidenentzündungen)

·         Rückenschmerzen (z.B. Hexenschuss, Ischias)

·         Schmerzen in Hüft- / Kniegelenk

·         Schmerzen im Waden-/Fußbereich (z.B. Fersensporn, Achillodynie)

·         Fehlhaltungen und Bewegungseinschränkungen durch chronische Muskelverspannungen

 

Eine Triggerpunktbehandlung ist nicht schmerzfrei. Durch einen gezielten Druck auf den zuvor diagnostizierten Triggerpunkt soll muskuläre Spannung reduziert bzw. aufgelöst werden, d.h. der Therapeut arbeitet an den Stellen des Körpers, wo die Schmerzen provozierbar sind. Das ist keineswegs angenehm. Die Druckintensität richtet sich immer nach der Schmerzsensibilität des Patienten, keinesfalls geht der Druck über die Schmerzgrenze des Patienten hinaus. Selbstverständlich kann die Behandlung vom Patienten jederzeit unterbrochen werden, es muss nicht alles an einem Tag behandelt werden.

 

Nach einer Triggerpunktbehandlung kann der behandelte Körperteil einige Tage schmerzen bzw. sehr empfindlich sein. Es unterstützt den Heilungsprozess, wenn nach der Therapie ein heißes Bad genommen oder eine Wärmflasche auf den schmerzhaften Bereich gelegt wird.

 

In der Regel werden mehrere Behandlungen in Abständen von 2-3 Tagen bis zu einer Woche benötigt, bis sich ein Therapieerfolg zeigt. Wenn nach mind. 3 Behandlungen keine Verbesserung der Schmerzen und der Bewegungen eintritt, ist diese Therapie (noch) nicht angebracht. Die Triggerpunkte sind dann nicht primär die Ursache der Beschwerden, in diesen Fällen sollte weiter nach der Ursache geforscht und ggf. andere Therapien versucht werden.